Die Arbeit des Fördervereins in diesem Jahr war anders als geplant – wie alles, was um uns herum geschieht. Hatten wir uns zu Beginn des Jahres noch Gedanken zu Ostergottesdienst und Gemeindefest gemacht, so wurde dies alles durch die Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie hinfällig. Dennoch kamen spontane Ideen und Aktionen dazu, die wir für die Kirchgemeinde auch mit Augenmerk auf die Ortsgemeinde leisten konnten.

 

So konnte der Ostergruß der Kirchgemeinde Bernsdorf an alle Haushalte im Ort verteilt werden. Gerade, weil Ostern noch im Lockdown lag, war dies eine gute Möglichkeit Hoffnung und Freude zu schenken. Viele aus Förderverein und Kirchgemeinde beteiligten sich auch beim Austragen der über 1.000 Heftchen.

 

Kurz darauf wurde auch für die Kommunikation innerhalb des Ortes ein Medium geschaffen. Neben einer Möglichkeit zum Anrufen für Gebet und Gespräch wurde der WhatsApp Chat Offene Online-Kirche Bernsdorf erstellt in dem nun mittlerweile über 30 Mitglieder sind. Dazu wurde auch ein Smartphone gekauft, was derzeit auch für die Anmeldung zu den Gottesdiensten genutzt wird.

Weiterhin stellte der Förderverein der Kirchgemeinde für die Anschlagtafel auf dem Friedhof eine wetterfeste Medienbox für Zeitschriften oder das Kirchenblatt zur Verfügung. Durch Stefan Steinert wurde sie dann stabil und sicher angebracht.

 

Im Herbst engagierte sich der Förderverein bei der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“ der Evangelischen Kirche Deutschlands hier in Bernsdorf. Dabei wurde eine tolle gemeinsame Veranstaltung zur Erinnerung an die friedliche Revolution und Nachwendezeit hier in Bernsdorf gemeinsam mit der Ortsgemeinde Bernsdorf, dem Jugendblasorchester, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauhof und vor allem einzelnen mitwirkenden Bürgern aus unserem Ort organisiert. Bis zu 275 Besucher waren dabei vor Ort. Das gemeinsame Singen, begleitet von Annett Other und Lutz Bigl, in dieser besonderen Zeit war schon beeindruckend. Die Technik übernahmen Rigo Lietz und Jörg Ludwig und verhalfen damit Bürgermeisterin Frau Müller, den Moderatorinnen Susan Steinert und Anne Kutzner, den Zeitzeugen Fr. Dr. Tauchert und Herrn Baumann sowie Sebastian Other zu ausreichend lauter Stimme.

 

Auch zum Martinsfest der Kirchgemeinde in diesem Jahr war der Förderverein unterstützend in der Planung, Ausführung und Finanzierung dabei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinderstunde der landeskirchlichen Gemeinschaft Hermsdorf waren in diesem Jahr federführend in der Ausgestaltung und Durchführung des Martinstages. Die schönen Bilder zeichnete Clara Müller, um die etwa 125 Besucher der offenen Kirche durch das Thema zu leiten. Etliche Helfer nahmen die liebevoll gepackten Päckchen der Aktion „Ein Päckchen Liebe schenken“ entgegen, sorgten für einen geregelten Ablauf und teilten die Martinsbrötchen zum Teilen samt Andacht aus.

 

Der Förderverein wagte sich in diesem Jahr aber auch an eine besondere Aufgabe. Relativ kurzfristig ergab sich die Möglichkeit zu einer Stelle für ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in unserer Gemeinde. Es gab einen Interessenten und die Idee, unsere Gemeinde besonders im Bereich Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen. Es war nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen, jedoch wurde der Gedanke auch durch den Kirchenvorstand begrüßt, so dass es dann doch dazu kam, zum 01. November 2020 diesen Schritt zu gehen.

 

Es ist sozusagen ein Gemeinschaftsprojekt: Da vorerst noch keine eigene Stelle geschaffen werden sollte, da wir es erst einmal „ausprobieren“ wollten, nutzen wir eine vorhandene Stelle des Kindergartens Saatkorn in Hohndorf. Eingesetzt ist Moritz in der Kinder- und Jugendarbeit, angeleitet durch unsere Gemeindepädagogin Babett Püschel, und in der Kirchgemeinde Bernsdorf Bereich Hausmeister/ teilw. Friedhof. Er hat einen pädagogischen Tag einmal pro Woche in der Kita Saatkorn und soll im Hohndorfer Teenpoint Ideen für einen neuen Teenkreis in unserer Gemeinde sammeln.

 

Obwohl gleich der Beginn durch erneute Beschränkungen und Schwierigkeiten begleitet wurde, sind wir zuversichtlich, dass unserem Freiwilligen Moritz Bergmann und unserer Kirchgemeinde damit ein Mehrwert entsteht. Gott wird hier wirken und wir sind sehr gespannt, wie das aussehen wird. In heutigen Zeiten ist planen schwierig, daher vertrauen wir auf einen guten Weg.

 

Diese FSJ-Stelle wird komplett durch Spenden finanziert. Daher bitten wir um Unterstützung, wenn auch Ihnen diese Arbeit wichtig ist.

Die Bankverbindung des Fördervereins Gemeindeaufbau Bernsdorf bei der Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau eG. ist die IBAN: DE68 870 959 740 000 001 236, BIC: GEN0DEF1GC1.

 

Abschließend noch ein Ausblick:.

Aufgrund der unübersichtlichen Lange kam es in diesem Jahr noch nicht zu einer Mitgliederversammlung des Fördervereins. Es wird daher schriftlich einen Bericht des Vereins zum vergangenen Jahr an alle Mitglieder geben. Die Wahl des neuen Vorstands wurde auf das kommende Jahr 2021 verlegt.

 

 

Die ersten 4 Jahre seit Bestehen unseres Fördervereins waren geprägt von Zusammenlegungen von Gemeinden und dem weiteren Abbau von Stellen kirchlicher Mitarbeiter. Gemeindearbeit wird in Zukunft noch viele mehr vom ehrenamtlichen Engagement abhängen. Aber nicht alles lässt sich ehrenamtlich regeln. Ein erster "Probefall" für uns ist die Anstellung eines FSJlers. Diesen Schritt sind wir im Vertrauen darauf gegangen, dass uns Gott auch finanziell versorgen wird...

  

Für unsere nächsten 4 Jahre wünschen wir uns, dass sich die personelle und finanzielle Basis des Fördervereins Bernsdorf weiter verstärkt - neue Mitglieder sind herzlich willkommen!